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Mesh

Ein Mesh ist ein digitales Netz aus miteinander verbundenen Polygonen, das die äußere Form eines 3D-Objekts beschreibt. Es bildet die geometrische Struktur eines Modells und definiert, wie ein Objekt im virtuellen Raum aussieht.

Ein Mesh besteht aus drei grundlegenden Elementen: Vertices (Punkte im Raum), Edges (Kanten zwischen den Punkten) und Faces (Flächen, meist Dreiecke oder Vierecke, die durch diese Kanten aufgespannt werden). Diese Elemente bilden zusammen das sogenannte Polygonnetz, das ein Objekt in seiner Form und Struktur beschreibt. Meshes sind das Rückgrat aller 3D-Modelle – von einfachen Würfeln bis hin zu komplexen Maschinen oder organischen Formen. Je feiner das Mesh, desto detailreicher kann ein Objekt dargestellt werden. In Echtzeitanwendungen, wie sie VRTX Labs entwickelt, spielt die Effizienz eines Meshes eine große Rolle: Ein zu komplexes Netz belastet die Performance, ein zu einfaches reduziert die visuelle Qualität. Deshalb werden Meshes häufig optimiert – durch manuelles Modellieren, automatisches Decimating (Reduktion der Polygone) oder Retopology, bei der ein neues, sauber strukturiertes Netz über ein bestehendes gelegt wird. Für Animationen muss ein Mesh zudem bestimmte Kriterien erfüllen, etwa gleichmäßige Verteilung und klare Struktur, um korrekt verformt zu werden. Auch in der Texturierung ist das Mesh zentral, da die Anordnung der Flächen bestimmt, wie Texturen über das Modell gelegt werden können (UV-Mapping). In industriellen Anwendungen, beispielsweise bei der Umwandlung von CAD-Daten für Echtzeitvisualisierung, müssen Meshes oft speziell aufbereitet werden, um sie für VR/AR-Engines nutzbar zu machen. Dabei ist nicht nur die Geometrie entscheidend, sondern auch die saubere Topologie – also die Art und Weise, wie die Polygone miteinander verbunden sind. So bildet ein Mesh die physische Grundlage jedes virtuellen Objekts – es ist das digitale Gerüst, auf dem Materialien, Animationen und Interaktionen aufbauen.