Glossar ► Frame Rate

Frame Rate

Die Frame Rate, auch Bildwiederholrate genannt, gibt an, wie viele Einzelbilder pro Sekunde (Frames per Second, FPS) ein System erzeugt und anzeigt. Sie ist ein entscheidender Faktor für die Wahrnehmung von Bewegung und Reaktionsgeschwindigkeit in digitalen Echtzeitumgebungen.

Eine hohe Frame Rate sorgt für flüssige Bewegungen und ein angenehmes Seherlebnis. In immersiven Anwendungen wie Virtual und Augmented Reality ist dies besonders wichtig, da das Bild direkt vor den Augen des Nutzers angezeigt wird und bereits geringe Ruckler oder Verzögerungen negativ auffallen können. Während Filme meist mit 24 FPS laufen und Spiele auf Monitoren mit 60 FPS gut spielbar sind, gelten in VR mindestens 72 bis 90 FPS als notwendig, um eine realistische und stabile Darstellung zu erreichen. Moderne VR-Systeme streben sogar 120 oder 144 FPS an, um visuelle Ermüdung und Motion Sickness zu vermeiden. Die Frame Rate hängt direkt von der Rechenleistung des Systems ab – je komplexer die Szene und je aufwendiger die Effekte (z. B. Beleuchtung, Schatten, Shader), desto mehr Leistung wird benötigt, um eine hohe Bildrate aufrechtzuerhalten. Deshalb ist es in Projekten wie denen von VRTX Labs wichtig, visuelle Qualität und Performance sorgfältig auszubalancieren. Eine stabile Frame Rate ist oft wichtiger als eine maximale, da Schwankungen in der Bildrate (z. B. zwischen 60 und 30 FPS) besonders störend wirken können. Technologien wie V-Sync, Adaptive Sync oder Asynchronous Timewarp helfen, Darstellungsfehler (wie Tearing oder Stottern) zu vermeiden. In der Entwicklung interaktiver Echtzeitanwendungen ist die kontinuierliche Überwachung der Frame Rate ein zentraler Bestandteil der Optimierung – auch, um sicherzustellen, dass Inhalte auf unterschiedlichen Zielsystemen zuverlässig laufen. Letztlich beeinflusst die Frame Rate maßgeblich, wie „echt“ sich eine digitale Welt anfühlt und wie gut Nutzer mit ihr interagieren können.