Immersion bezeichnet das Eintauchen einer Person in eine virtuelle Umgebung, wobei der Nutzer das GefĂŒhl hat, physisch in dieser kĂŒnstlich geschaffenen Welt prĂ€sent zu sein. Dieses intensive Erleben wird durch die Kombination verschiedener SinneseindrĂŒcke wie Sehen, Hören und gegebenenfalls Tasten erreicht, die zusammen eine ĂŒberzeugende Illusion der RealitĂ€t erzeugen.
Die Grundlagen der Immersion basieren auf der FĂ€higkeit des menschlichen Gehirns, kohĂ€rente SinneseindrĂŒcke zu einer einheitlichen Erfahrung zu verbinden. In virtuellen RealitĂ€ten wird dies durch Technologien wie Head-Mounted Displays (HMDs) realisiert, die stereoskopische Bilder liefern und Bewegungen des Nutzers in Echtzeit verfolgen. Surround-Sound-Systeme verstĂ€rken den auditiven Eindruck, wĂ€hrend haptische Feedback-GerĂ€te taktile Reize vermitteln können. Ein hoher Grad an Immersion erfordert eine geringe Latenzzeit zwischen Nutzeraktionen und Systemreaktionen sowie eine hohe Auflösung und Bildwiederholrate, um visuelle UnschĂ€rfen und Verzögerungen zu minimieren. Anwendungsbereiche fĂŒr immersive Technologien sind vielfĂ€ltig: In der Ausbildung ermöglichen sie realitĂ€tsnahe Simulationen komplexer Szenarien, in der Medizin unterstĂŒtzen sie bei der Planung und DurchfĂŒhrung von Operationen, und in der Unterhaltungsindustrie schaffen sie fesselnde Spielerlebnisse. Allerdings können Faktoren wie unzureichende Hardware, schlechte Kalibrierung oder Verzögerungen die Immersion beeintrĂ€chtigen und zu Unwohlsein fĂŒhren, weshalb eine sorgfĂ€ltige Gestaltung und Abstimmung der Systeme essenziell ist.